Kurzbeschreibung
Das Ziel des Forschungsvorhabens war es, die Universität Stuttgart dabei zu unterstützen, bis spätestens zum Jahr 2035 klimaneutral zu werden. Hierzu sollten anhand von ausgewählten Gebäuden auf dem Campus Vaihingen exemplarisch Möglichkeiten für einen klimaneutralen Campus analysiert und demonstriert werden. Das als "Reallabor" konzipierte Vorhaben setzte dabei auf einen transdisziplinären Ansatz und die Partizipation der vielfältigen Interessensgruppen an der Universität im Rahmen unterschiedlicher Beteiligungsformate.
Schwerpunkt des Forschungsprojektes war die Fragestellung, wie Klimaneutralität in neu zu errichtenden und zu sanierenden Gebäuden einschließlich deren Quartierseinbindung durch intelligente Technologien und innovative Ansätze erreicht werden kann. Anhand von insgesamt vier Gebäuden, zwei Bestandsgebäude und zwei Neubauten, auf dem Uni-Campus Vaihingen sollte dies demonstriert werden. Die Gebäude wurden so ausgewählt, dass aufgrund der unterschiedlichen Charakteristik der Gebäude, beispielsweise in Bezug auf Gebäudemasse und Nutzung, ein hohes Maß an Übertragbarkeit der Ergebnisse auch auf andere (außer-)universitäre Gebäude- und Quartiersstrukturen erwartet werden konnte.
Neben den technologischen Lösungen für die Realisierung klimaneutraler Gebäude bestand ein wesentliches Ziel des Projektes auch im Einbeziehen breiter Teile der interessierten und betroffenen Menschen sowie einer engen Abstimmung mit den relevanten Akteuren bereits in der Planungsphase. Die Teilhabe am Gestaltungsprozess erfolgte dabei durch unterschiedliche Formate wie z. B. Hackathons, Beteiligungsportale, Workshops, Umfragen oder soziale Netzwerke.
Des Weiteren wurde mithilfe anschaulicher Kommunikationselemente die Öffentlichkeit über das Projekt informiert und einbezogen. Zum einen war hierfür ein "Klimabarometer" geplant, d.h. eine bis zu 10 m hohe Lichtinstallation an der Fassade eines Gebäudes in der Nähe des S-Bahn-Ausganges, welches in visueller Form Auskunft darüber geben sollte, in welchem Umfang Klimaneutralität an der Universität Stuttgart bereits erreicht wurde. Zum anderen sollte in einer z. B. als Pavillon ausgeführten "Bauhütte" die eingesetzten Technologien und Innovationen wie z. B. neue Baustoffe und intelligente Steuerungssysteme präsentiert und veranschaulicht werden.
Weiterführende Informationen
Laufzeit
03/2021 - 02/2024
Projektpartner
Neben dem IGTE waren noch folgende Projektpartner der Universität Stuttgart involviert:
- Institut für Energiewirtschaft und Rationelle Energieanwendung (IER)
- Zentrum für interdisziplinäre Risiko- und Innovationsforschung (ZIRIUS)
- Institut für Werkstoffe im Bauwesen (IWB)
- Green Office
Abschlussbericht
Danksagung
Das Projekt CampUS hoch i wurde durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Bundeslandes Baden-Württemberg (MWK), Aktenzeichen: 31-0421.915-4/155/98 gefördert. Die Autoren danken für die Unterstützung und übernehmen die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung.
Kontakt
Dr.-Ing. Harald Drück
Koordinator Forschung, Arbeitsgruppenleiter, stellvertretender Arbeitsgruppenleiter; Leiter Prüfbereich Solar