GeoSto

URBAN ARENA - Konzeption einer treibhausgasneutralen Wärmeversorgung durch die Kombination von Tiefengeothermie und saisonaler Wärmespeicherung am Beispiel von Neustadt-Glewe

Kurzbeschreibung

Das Ziel des Projekts „GeoSto“ ist die vollständige Dekarbonisierung und der Ausbau der Fernwärmeversorgung in Neustadt-Glewe. Die Stadt hat ca. 6.500 Einwohnende und liegt ca. 200 km nordwestlich von Berlin im Landkreis Ludwigslust-Parchim im Südwesten des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern.

Der weitaus überwiegende Teil der Wärme wird durch Tiefengeothermie bereitgestellt. Die tiefengeothermische Wärmenutzung zeichnet sich u. a. dadurch aus, dass die Verfügbarkeit der Wärme keine saisonalen Schwankungen aufweist und somit ganzjährig in gleicher Intensität verfügbar ist. Im Gegensatz hierzu weist der Wärmebedarf für die die Beheizung von Gebäuden eine ausgeprägte saisonale Charakteristik mit einem Maximum in den Wintermonaten auf. Diese Diskrepanz führt dazu, dass eine direkte vollständige Deckung des Wärmebedarfs über tiefengeothermische Bohrungen aufgrund der sehr geringen Volllaststunden nicht wirtschaftlich und technisch nicht realisierbar ist.

Ein äußert interessanter Ansatz zur Lösung dieser Problematik stellt daher die Kombination von Tiefengeothermie und saisonaler Wärmespeicherung dar.

Durch die Integration eines saisonalen Wärmespeichers soll sowohl der Einsatz von Spitzenlastkesseln vermieden werden als auch der Anteil der in das Fernwärmenetz eingespeisten Wärme aus der Tiefengeothermie-Bohrung deutlich erhöht werden. Zusätzlich ist der Einsatz einer Großwärmepumpe untersucht, die das Thermalwasser vor der Injektion weiter abkühlt.

Mittels einer Simulationsstudie werden mögliche technologische Varianten für eine Umsetzung der Dekarbonisierung und Erweiterung der netzgebundenen Wärmeversorgung von Neustadt-Glewe untersucht und anschließend hinsichtlich Wirtschaftlichkeit und Treibhausgasreduktion bewertet.

 

Laufzeit

05/2026 – 12/2026

 

Projektpartner

Danksagung

Das Projekt GeoSto wird durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE), aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages durch den Projektträger Jülich (PTJ) unter dem Förderkennzeichen 03ENM6026 als Mikroprojekt gefördert. Die Autorin und der Autor danken für die Unterstützung und übernehmen die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung.

 

Kontakt

Dieses Bild zeigt Dr.-Ing. Harald Drück

Dr.-Ing. Harald Drück

 

Koordinator Forschung, Arbeitsgruppenleiter, stellvertretender Arbeitsgruppenleiter; Leiter Prüfbereich Solar

Dieses Bild zeigt Katharina Zimmer, M.Sc.

Katharina Zimmer, M.Sc.

 

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Dieses Bild zeigt Raffaela Goldschmidt, M.Sc.

Raffaela Goldschmidt, M.Sc.

 

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

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