KoST

Kostenreduktion in der Solarthermie durch standardisierte Komponenten und Schnittstellen

Kurzbeschreibung

Um die von der Bundesregierung vorgegebenen Klimaschutzziele zu erreichen, kommt dem Einsatz erneuerbarer Energien zur Wärmeerzeugung im Allgemeinen und der Solarthermie im Besonderen eine entscheidende Bedeutung zu. Allerdings bleibt die Entwicklung des Marktes für thermische Solaranlagen und deren Komponenten gegenwärtig deutlich hinter den ursprünglichen Erwartungen zurück. Ursächlich hierfür sind primär die im Vergleich zu anderen regenerativen Wärmeerzeugungstechnologien relativ hohen Wärmegestehungskosten solarthermischer Anlagen. Für eine deutliche Steigerung des Anteils der Solarwärme am zukünftigen Energiemix ist daher eine signifikante Reduktion der solaren Wärmepreise eine entscheidende Voraussetzung.

Das Ziel dieses Vorhabens ist daher eine Verringerung der solaren Wärmegestehungskosten um ca. 40 % zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der Solarthermie gegenüber anderen Wärmeerzeugungstechnologien. Erreicht werden soll dieses Ziel primär durch die folgenden drei Maßnahmen:

  1. Standardisierung von Komponenten wie Kollektoren, Speichern, Regelungen und Montagesystemen, verbunden mit den Zielen einer deutlichen Vereinfachung der Montage sowie einer Erhöhung der Kombinationsmöglichkeiten und des damit einhergehenden Wettbewerbs.
  2. Reduktion der Herstellkosten durch eine Vereinheitlichung und verstärkte Massenfertigung, insbesondere von sogenannten B- und C-Teilen, die als einzelnes Teil einen relativ geringen Wert darstellen, aber aufgrund der Häufigkeit ihrer Verwendung die Gesamtkosten maßgeblich beeinflussen.
  3. Steigerung der thermischen Leistungsfähigkeit der Anlagen durch die Vermeidung von Installationsfehlern, wie z.B. einer unzureichenden Wärmedämmung hydraulischer Anschlüsse oder falsch positionierter Temperaturfühler. Erreicht werden kann diese Maßnahme durch einfach zu montierende Anlagen sowie durch einen hohen industriellen Vorfertigungsgrad.

Um das zentrale Projektziel, die Reduktion des solaren Wärmepreises um ca. 40 %, effizient und zeitnah zu erreichen, basiert das Gesamtvorhaben auf einem transdisziplinären Ansatz. Die zentralen Fragestellungen werden daher, in enger Abstimmung und Mitarbeit der Hersteller von Komplettanlagen sowie einzelner Komponenten als Industrieprojektpartner und der für die Solarthermie relevanten Verbände als Projektbegleitung, federführend von den drei Verbundprojektpartnern IGTE, Fraunhofer ISE und Fraunhofer IAO bearbeitet. Die Koordination des Verbundforschungsvorhabens erfolgt durch das IGTE.

 

Laufzeit

04/2016 - 03/2019

 

Projektpartner

  • Fraunhofer ISE und IAO
  • CitrinSolar GmbH
  • Emz-Hanauer GmbH & Co. KGaA
  • Ernst-Schweizer AG, Metallbau
  • GREENoneTEC Solarindustrie GmbH
  • KBB Kollektorbau GmbH
  • Ritter Energie- und Umwelttechnik
  • Solvis GmbH und Co. KG
  • Bundesverband für Solarwärme e. V. (BSW)
  • Deutsches Institut für Bautechnik (DIBt)
  • Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks e.V. (ZVDH)

 

Veröffentlichungen

"Solarthermie im Kostencheck", BINE Informationsdienst, 07.12.2016

S. Fischer; S. Bachmann; M. Gerschitzka; H. Drück: "Neue Ansätze zur Kostenreduzierung von solarthermischen Systemen - Erste Ergebnisse des Forschungsprojektes KoST". 27. Symposium Thermische Solarenergie, 10.-12.05.2017, Bad Staffelstein pdf icon

 

Danksagung

Das Forschungsprojekt „Kostenreduktion in der Solarthermie durch standardisierte Komponenten und Schnittstellen“, Akronym „KoST“, wird aufgrund eines Beschlusses des deutschen Bundestages vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) über den Projektträger Jülich (PtJ) unter dem Förderkennzeichen 0325860A gefördert sowie von den beteiligten Industriepartnern mitfinanziert.

Kontakt

Dieses Bild zeigt Dr.-Ing. Harald Drück
 

Dr.-Ing. Harald Drück

Koordinator Forschung und Arbeitsgruppenleiter

Dieses Bild zeigt Dr.-Ing. Stephan Fischer
 

Dr.-Ing. Stephan Fischer

Arbeitsgruppenleiter

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