UniSto

Entwicklung eines universellen modularen Wärmespeichers und dessen Erprobung in Mehrfamilienhäusern

Kurzbeschreibung

Die Verwendung von Großspeichern mit Volumina deutlich über 1.000 Liter scheitert im Gebäudebestand in der Regel an der Einbringung in die Gebäude. Daher werden bisher meist mehrere, einzeln wärmegedämmte Speicher verwendet. Diese werden hydraulisch entweder in Reihe oder parallel geschaltet. Nachteilig gegenüber einem einzigen großen Speicher ist der höhere Installationsaufwand für die hydraulische Kopplung der einzelnen Speicher. Ein weiterer Nachteil ist, dass jeder Speicher mit einer individuellen Wärmedämmung versehen ist. Dies führt, im Vergleich zu einer auf der Außenseite eines Gesamtspeichers angebrachten Wärmedämmung, zu höheren Wärmeverlusten und einem größeren Platzbedarf. Dies ist insbesondere deshalb kritisch, da in Mehrfamilienhäusern die Platzverhältnisse oft begrenzt sind.

Im Rahmen des Projekts „UniSto“ wurde zusammen mit der Firma Consolar Solare Energiesysteme GmbH das modulare Konzept aus dem Vorgängerprojekt „ModSto“ (Modulares Speichersystem für solarthermische Kombianlagen) für einen seriengerechten Produktionsprozess weiterentwickelt. Die wesentlichen Ziele für die Entwicklung des Warmwasserspeichers waren:

  • Flexible und große Speicherkapazitäten realisierbar
  • Einsatz im Gebäudebestand
  • Effiziente Einbindung
  • Einfache Montage
  • Kostengünstig

Das endgültige Konzept des UniSto-Speichers basiert auf Speichermodulen aus Stahlbehältern. Die einzelnen Speichermodule sind türgängig und ermöglichen damit eine einfache Einbringung in Räume. Die Speichermodule werden über eine Art Steckverbindung miteinander verbunden und können damit ohne besondere Kenntnisse und produktspezifische Werkzeuge installiert werden. Durch seine Druckbeständigkeit kann der Speicher direkt hydraulisch in Heizungsanlagen eingebunden werden und ist somit universell z. B. auch in Kombination mit Solaranlagen und Wärmepumpen einsetzbar. Es können bis zu 8 Speichermodule, entsprechend einem Gesamtspeichervolumen von 10.500 l, – bei entsprechender Anpassung der Verbindungsrohre und -stangen auch mehr – über gemeinsame Be- und Entladerohre parallel miteinander verbunden werden.

Der Speicher wird als Gesamtes mit einem Wärmedämmsystem aus EPS-Hartschalen, die mittels Nut- und Federverbindungen miteinander verbunden werden, versehen. Das reduziert sowohl die Wärmeverluste als auch den Platzbedarf im Vergleich zu einer sonst üblichen Speicherkaskade. In entsprechende Aussparungen innerhalb der Hartschalen können Vakuumisolationspaneele eingebracht werden. Dadurch lässt sich die Integration einer Vakuumwärmedämmung mit nur geringem zusätzlichem Aufwand realisieren.

 

Laufzeit

06/2013 - 05/2016

 

Projektpartner

Consolar Solare Energiesysteme GmbH

Danksagung

Das Projekt "UniSto" wurde durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU), aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages durch den Projektträger Jülich unter dem Förderkennzeichen 0325546B gefördert. Die Autoren danken für die Unterstützung und übernehmen die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung.

Kontakt

Dr.-Ing. Stephan Fischer
 

Dr.-Ing. Stephan Fischer

Team Lead

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