Dämmstoff-Untersuchungen

Das IGTE bietet Dämmstoff-Untersuchungen und hierbei speziell Wärmeleitfähigkeitsmessungen an.

Die Reduzierung von Wärmeverlusten ist ein zentraler Punkt für den effizienten Einsatz von Energie. Der Einsatz von Wärmedämmstoffen gehört zu den wirksamsten Maßnahmen zur Reduzierung von Wärmeverlusten. Die Güte von Wärmedämmstoffen - d.h. deren Wärmeleitfähigkeit - ist daher von zentraler Bedeutung für den ökologischen und ökonomischen Betrieb sowohl von Gebäude als auch in der Industrie.

Die Wärmeleitfähigkeit von Wärmedämmmaterialien und damit die Höhe des Wärmeverlusts wird durch die Temperatur und die Feuchte beeinflusst.

Es existieren unterschiedliche Verfahren zur Bestimmung der Wärmeleitfähigkeit von Wärmedämmmaterialien. Am IGTE wird das sogenannte "Verfahren der Zwei-Platten-Apparatur" verwendet. Die Messung der Wärmeleitfähigkeit wird in Anlehnung an die folgenden beiden Normen durchgeführt:

  • DIN EN 12664: Wärmetechnisches Verhalten von Baustoffen und Bauprodukten; Bestimmung des Durchlasswiderstandes nach dem Verfahren mit dem Plattengerät und dem Wärmestrommessplatten-Gerät; Trockene und Feuchte Produkte mit mittlerem und niedrigem Wärmedurchlasswiderstand (Mai 2001)
  • DIN EN 12667: Wärmetechnisches Verhalten von Bausstoffen und Bauprodukten; Bestimmung des Durchlasswiderstandes nach dem Verfahren mit dem Plattengerät und dem Wärmestrommessplatten-Gerät; Produkte mit hohem und mittlerem Wärmedurchlasswiderstand (Mai 2001).
Zwei-Platten-Apparatur
Foto der Zwei-Platten-Apparatur

Verfahren der Zwei-Platten-Apparatur

Bei der Zwei-Platten-Apparatur werden zwei nach Material und Abmessungen möglichst identische Proben zwischen zwei Kühlplatten (oben und unten) und einer elektrisch betriebenen Heizplatte in der Mitte eingebaut. Durch definierte Temperaturdifferenzen zwischen Heiz- und Kühlplatte wird ein Wärmestrom erzeugt und erfasst. Die zentral in der Mitte liegende Heizplatte besteht aus einer zentralen Heizplatte (Messausschnitt) und ist von einem umliegenden Schutzheizring (Schutzringausschnitt) umgeben. Der Schutzheizring bewirkt zusammen mit dem Randwärmedämmmaterial eine Reduzierung des seitlich gerichteten Wärmestroms und damit eine Verbesserung der Messgenauigkeit. Die Anlage wird so geregelt, dass sich sowohl an der oberen als auch an der unteren Probe die gleiche konstante Temperaturdifferenz einstellt

 

Messbereich

Probenmitteltemperatur: 10 – 95 °C

Temperaturdifferenz zwischen Heiz- und Kühlplatte: 2 - 20 K

Wärmeleitfähigkeit: 0,002 – 1,5 W/(m K)

 

Beschaffenheit der Proben

Die Mindestabmessungen der Proben liegen bei 500 mm x 500 mm (L x B), die Maximalabmessungen bei 900 mm x 900 mm. Die Dicke der Probe richtet sich nach der Wärmeleitfähigkeit des Probenmaterials. Je nach Dicke der Probe (mindestens 40 mm, maximal 160 mm) kann eine Wärmeleitfähigkeit von Proben zwischen 0,002 W/(m K) und 1,5 W/(m K) bestimmt werden.

Kontakt

Dieses Bild zeigt  Dipl.-Ing. Jens Ullmann
 

Dipl.-Ing. Jens Ullmann

Wissenschaftlicher Mitarbeiter

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